Functional Movement Screen (FMS)

Der Functional Movement Screen (FMS) ist, einfach ausgedrückt, ein Einteilungs- und Beurteilungssystem welches Bewegungsmuster aufzeichnet, die die Grundlage für funktionale d.h. natürliche Bewegung bilden. Durch das Überprüfen dieser Muster, ist der FMS sofort in der Lage, funktionale Limitierungen und Asymmetrien erkennbar zu machen. Diese können die Ursache für einen verringerten Effekt des funktionalen Trainings oder Konditionstrainings darstellen und auch ein verfälschtes Körperbewusstsein hervorrufen.

fmsDer FMS generiert den Functional Movement Screen Score, welcher eingesetzt wird, um Problembereiche anzugehen und um Fortschritte zu dokumentieren. Dieses Punktesystem ist direkt mit den effektivsten Korrekturstrategien verbunden, um eine Wiederherstellung der mechanisch einwandfreien Bewegungsmuster zu ermöglichen.

Trainingsexperten beobachten den FMS Score um Fortschritte zu überprüfen, und um die Übungen herauszufinden, welche sich als am effektivsten herausgestellt haben, um korrekte Bewegung wieder herzustellen und um Kraft bei jedem einzelnen aufzubauen.

In der Athletikschmiede wird der Functional Movement Screen im Rahmen des Einsteigerkurses bei jedem neuen Mitglied von einem zertifizierten FMS-Coach durchgeführt, um das Verletzungsrisiko beim Training zu verringern und muskuläre Dysbalancen gezielt zu reduzieren.

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Wie kann das Training durch den Functional Movement Screen optimiert werden?

Sowohl Sportler im Profibereich als auch viele Hobbysportler haben den Anspruch, ein gezieltes Training durchzuführen, um ihre Verletzungsanfälligkeit zu senken und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Dafür werden mithilfe sieben einfacher Basistests Bewegungsabläufe analysiert.

Grundfähigkeiten wie Stabilität, Kraft und Koordinationsfähigkeit werden ganzheitlich geprüft, sodass muskuläre Ungleichgewichte und individuelle Problembereiche entdeckt werden. Anhand der Ergebnisse wird das Training optimiert, um diese Defizite gezielt zu verringern.
In Europa wurde das FMS vor allem durch Jürgen Klinsmann im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2006 publik gemacht. Beim Deutschen Fussballbund und in der Bundesliga ist der FMS inzwischen Standard.

Die Bedeutung eines erfolgreichen Trainings und das Erarbeiten optimaler körperlicher Voraussetzungen für eine möglichst verletzungsfreie Saison spielen bei zunehmender Professionalisierung auch in den unteren Spielklassen,im Hobbysport sowie im Nachwuchsbereich eine wichtige Rolle. Jeder Sportler hat persönliche körperliche Voraussetzungen und gleichzeitig Schwächen. Innerhalb des Mannschaftstrainings werden individuelle Defizite jedoch oft nicht entdeckt bzw. nicht ausreichend im Training berücksichtigt. Zu Beginn eines optimalen Trainings sollte eine Funktionsanalyse des Körpers durchgeführt werden, um fehlerhafte Bewegungsmuster und Schwachstellen zu entdecken und gezielt korrigieren zu können. Oftmals schleichen sich im Training bestimmte Bewegungsmuster ein, die gegebenenfalls eine Fehlbelastung für den Körper darstellen. Ist bspw. die Rumpfmuskulatur bei einem Hobbyläufer zu schwach, kann dies zu einem vermehrten „Hin-und-Herschwanken“ des Oberkörpers beim Laufen führen. Dieser unökonomische Laufstil hat eine vorzeitige Ermüdung der Muskulatur zur Folge, also eine suboptimale Leistungsausschöpfung. Im schlimmsten Falle kann dies sogar in einer erhöhten Gelenkbelastung resultieren. Letztlich führt jede Verletzung zu Trainingspausen und damit zur Schwächung der Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig können Verletzungen zu Folgeverletzungen führen, die Psyche beeinflussen und nicht zuletzt den Spaß am Sport nehmen. Generell wird häufig zu sportartbezogen trainiert und zu wenig Wert auf die körperlichen Grundlagen gelegt. Durch den FMS werden individuelle Schwächen erkannt, um das Training zu optimieren. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko und die Leistungsfähigkeit steigt.